Farblichttherapie!

Geschichtliches

Farblicht als therapeutisches Mittel zählt zu den ältesten Behandlungsformen der Menschheit. Dass das Sonnenlicht eine wohltuende und heilende Wirkung auf den Organismus hat, das wussten bereits die Völker der Antike. Wie die Azteken, Mayas und Ägypter. Dieses Wissen drückte sich inIhrem Glauben aus, dass die Sonne eine Gottheit sei, deren Strahlen übernatürliche Heil­kräfte zugeschrieben wurden. So wurden zur Ehre der Sonne Tempel errichtet, in denen man ihr im Kult diente.


Im Laufe der Entwicklung konkretisierte sich das Wissen und man erlangte die Erkenntnis, dass einzelne Farben eine spezifische Wirkung auf Mensch und Tier haben. Aus diesem Grunde ord­nete man beispielsweise in Ägypten und Griechenland den verschiedenen Farben des Spektrums verschiedene Götter zu. Die Priester waren damals für das Heil von Seele und auch Körper zustän­dig. In den Farbtempeln der Ägypter befanden sich Räume mit unterschiedlichen Farben.

Je nachdem unter weicher Erkrankung der Mensch litt, wurde dieser zur Behandlung in einen Raum mit einer bestimmten Farbe gebracht, um dort eine Farbheilbehandlung zu empfangen.

Auch die alten Chinesen wussten um die therapeutische Wirkung der unterschiedlichen Farben. Begründer der modernen Farbtherapie ist der Amerikaner Edwin D. Babbit (1g. Jahrhundert).


Wirkung von Farblicht auf die menschliche Psyche !

Von den menschlichen Sinnen ist der Sehsinn am weitaus stärksten ausgeprägt. Licht hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Stimmung und unser Wohlbefinden. Das Licht wird vom menschlichen Auge wie mit einer mechanischen Fotoka­mera eingefangen und trifft auf die farbmpfindlichen Zäpfchen­zellen der Netzhaut. Diese können die drei Grundfarben, rot, grün und blau erkennen. Aus dem jeweiligen Mischungsver­hältnis der Farbimpulse leitet das Gehirn die übrigen Farbtöne ab, sodass erst dort die eigentliche Farbempfindung entsteht. 

Obwohl die verschiedenen Farben bei jedem Menschen ganz individuelle Reaktionen und Empfindungen auslösen, werden den jeweiligen Farben spezifische psychische und physische Wirkungen nachgesagt, die sich die Farblichttherapie zunutze macht und die im Folgenden aufgelistet sind:





















  • Rot: Steigerung des Wohlbefindens und der Vitalität, aktiviert den Willen, gegen Trägheit und Energielosigkeit, regt Durchblutung und Stoffwechsel an, erweitert die Poren zur Vorbereitung der Haut auf eine Gesichtsmaske.

  • Orange: gegen Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Überempfindlichkeit, aktiviert das Zellgewebe und regt den Stoffwechsel an, regeneriert die Haut bei Falten, Hauterschlaffung und Schwangerschaftsstreifen.

  • Gelb: stärkt das Nervensystem, vertreibt Trübsinn und Melancholie, bringt die Lymphe in Fluss und entschlackt, wirkt ausgleichend auf Magen- und Darmstörungen, strafft das Gewebe bei leichter Hauterschlaffung.

  • Grün: beruhigt und bringt seelische Ausgewogenheit, lindert Entzündungen, beeinflusst Bronchien und Lunge positiv, hilft bei Nervenleiden und Kopfschmerzen, wirkt mildernd und leicht desinfizierend bei Akne und irritierter Haut.

  • Blau: beruhigend und entspannend v.a. bei nervösen Störungen, Schlaflosigkeit, Ängsten und Unruhezuständen, lockert Muskelverspannungen, wirkt antiseptisch und adstringierend bei fettiger Haut und Couperose.

  • Violett: gegen Verzweiflung, Ausweglosigkeit und Spannungszustände, bringt Selbsterkenntnis, als Hilfe zur Meditation, reinigt und entschlackt, entstaut bei Cellulite und Lymphstau.

    


 














 


Dennoch, ob der Einzelne eine Farbe als angenehm oder eher unangenehm ansieht, hängt mit unserer je eigenen Wesensart zusammen. Vorlieben oder Abneigungen bestimmter Farben lassen umgekehrt gewisse Rückschlüsse auf unseren Charakter zu.